Dienstag, 16. Juni 2009

Royal Aircraft Factory S.E.5 Konstruktionspläne

Die S.E.5 war nicht so bekannt wie die Camel, trotzdem war sie einesder wichtigsten Flugzeuge im 1.WK. Die S.E.5 kam im März 1917 zu einer Zeit an die Front, als die Deutschen im Luftkampf dominierten.
Die S.E.5 (Scout Experimental 5) wurde von Henry P. Folland und J. Kenworthy bei der Royal Aircraft Factory in Farnborough entworfen. Die wurde um einen neuen 150 PS V8-Motor Hispano-Suiza 8a herum entwickelt. Der erste Prototyp flog am 22.Nov. 1916. Die beiden ersten Prototypen stürzten allerdings ab und mußten überarbeitet werden.
Nur 77 originale S.E.5 wurden gebaut, bevor die erweiterte Version S.E.5a entstand. Inshes. wurden rund 5200 Maschinen des Typs S.E.5 gebaut und dies in sechs Fabriken, wie z.B. bei Austin Motors und bei Vickers. Einige wenige wurden als Schulmaschinen zweisitzig gebaut. Pläne zur Fertigung von 1000 S.E.5 für die USA bei Curtiss wurden bei Ende des Krieges storniert.
Mit Einführung des 200 PS Hispano-Suissa- o. Wolseley-Viper-Motors (mit erhöhter Kompres-sion) wurden die anfänglichen Motorenprobleme gelöst. Die Maschinen flogen damit um 45 km/h schneller. Die S.E.5 war ein ausgesprochen stabiles Flugzeug und stellte das ideale Jagdflugzeug dar. Sie war auch eines der schnellsten Maschinen ihrer Zeit und erreichte 222 km/h, damit lag sie im Bereich der SPAD S. XIII. Sie war zwar nicht so wendig wie die Camel und damit kein besondes guter Jäger im Kurvenkampf, dafür waren ihre Flugeigenschaften weit besser als die der Camel.
Die S.E.5 war mit einem synchronisierten 7,7mm Vickers-MG bewaffnet, das an der linken Seite des Rumpfes montiert war. Über der oberen Tragfläche war zusätzlich ein 7,7mm Lewis-MG montiert. DasCockpit lag hinter den Tragflächen, was die Sicht über die lange Bugpartie erschwerte, aber ansonsten war die Sicht gut.
Die S.E.5 kam ab März 1917 zum No. 56 Squadron der Royal Flying Corps. Am 22. April 1917 erfolgten die ersten Patrouillenflüge an der Westfront über Frankreich. Die S.E.5a kam ab Juni 1917 zum Einsatz.
1918 waren 21 britische und zwei amerikanische Schwadronen mit S.E.5 ausgestattet. Viele der allierten Fliegerasse flogen die S.E.5, darunter Billy Bishop, Raymond Collinshaw, Edward Mannock und James McCudden. Das englische Fliegerass Albert Ball schätzte anfangs die Maschine als nicht besonders gut ein, aber 13 seiner 44 Luftsiege errang er auf S.E.5.

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